Kein Ausstieg, aus dem
Ausstieg!?
Moin Leute, hier habe ich mal in meiner Funktion als Bildungsobmann, ein paar Fakten über das Thema Atomenergie, Atomkonsens und zu bitterletzt Atommüll zusammen getragen. Ich möchte Euch hiermit keine Meinung aufzwingen, sondern jeden anregen, sich selber eine Meinung zu bilden.
Im Jahr 2000 hat unsere Bundesregierung SPD/Grüne den Atomausstieg beschlossen. Es wurde mit den AKW-Betreibern der sogenannte „ Atomkonsens“ beschlossen, um einen jahrzehntelangen Konflikt zu beruhigen. Eine Vereinbarung war, bis zur diesjährigen Bundestagswahl, 6 der alten AKWs abzuschalten.
Die Realität sieht jedoch anders aus: Es wurden bislang die beiden kleinsten Reaktoren, Stade und Obrigheim abgeschaltet. Die ältesten AKWs laufen immer noch, allerdings nur mit halber Kraft um ihre Abschaltung herauszuzögern, damit eine eventuelle neue Regierung längere Laufzeiten genehmigt.
Deutsche Stromerzeuger verkaufen jährlich netto so viel Strom ins Ausland, wie zwei Atomkraftwerke im Vollbetrieb produzieren. Daher können also ohne Probleme 4 Atomkraftwerke, die auf halber Kraft produzieren, eingespart werden
Es ist eindeutig bewiesen, dass in der Nähe deutscher Atomkraftwerke deutlich mehr Kinder an Krebs erkranken als anderswo.
Atommüll benötigt 1 000 000 Jahre um ungiftig zu werden. Hierbei reden wir nicht von 'giftig', im Sinne von gesundheitsgefährdend (wie zuviel Cholesterin), sondern von lebensgefählich giftig ohne Umwege!
450 000 Tonnen hochradioaktiver Müll werden jährlich in Deutschland produziert, ohne dass es hierfür eine sichere Entsorgung gibt.
Entsorgung ist ein heikles Thema! Es gibt Weltweit kein geeignetes Endlager, nur ein paar Zwischenlager. Zwischenlager? Klingt zwar schon fast wie Endlager, ist in Wirklichkeit aber eine Halle zum Wetterschutz, in der jeder Menge Castorbehältern gelagert werden.
Gorleben: Seit 1984 steht fest, dass der Salzstock Gorleben als Endlager ungeeignet ist. Dies bewies ein Gutachten von Dr. Eckhard Grimmel, Berater des Deutschen Bundestages. Seit dem Jahr 2000 wurden die Forschungen endgültig eingestellt. Die CDU hält sich trotzdem weiterhin an diesem Strohhalm fest.
Angela Merkel war zu Ihrer Zeit als Umweltministerin fest von einem Endlager Morsleben überzeugt!
Dieses ehemalige DDR-Endlager bei Helmstedt ist teilweise eingestürzt. Das Versuchsbergwerk Asse bei Wolfenbüttel säuft ab. Wer bezahlt den Schaden, drei mal dürft Ihr raten?
Die vier jedenfalls nicht: E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall verdienen an jedem laufenden Reaktor pro Tag 1 Millionen Euro, dies machte einen Jahresgewinn 2008 von 20 Milliarden Euro.
20 000 000 000 €
Dadurch, dass kein Kraftwerk abgeschaltet wird, gibt es auf dem deutschen Strommarkt zuviel Strom. Dadurch wird die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien behindert und der atomare Müllberg wächst!
Das Umweltbundesamt hat vorgerechnet: Es kann komplett auf Atomkraft verzichtet werden, ohne den Bau neuer Kohlekraftwerke und vor allem ohne dass der Strom knapp wird.
Deutschland ist führend in der Atomtechnologie, entscheidet selbst, wäre es nicht erstrebenswerter weltführend in der Technologie regenerativer Energie zu werden?
Mein Fazit!
Die großen Vier AKW-Betreiber haben genug Geld um ihr Images zu pflegen und geben aberwitzige Summen zur Manipulation der Öffentlichkeit aus. Wer aber die Realität nicht aus den Augen verliert, der wird feststellen, Kernkraft ist eine Sackgasse in der Evolution und es war ein Fehler mit diesem Kapitel in der Geschichte der Energiegewinnung zu beginnen!
Wer immer noch der Meinung ist, Atomenergie ist eine sichere und umweltfreundliche Angelegenheit, ist nicht unbedingt in schlechter Gesellschaft und kann sich mit unserer Bundeskanzlerin die Hand reichen!
Glück auf
Daniel Röhrl