NEWSLETTER 03 (17. Wahlperiode) vom
31.03.2010
DES SPD-BUNDESTAGSABGEORDNETEN Holger Ortel
Themen
· Vorwort
· Kommunen
stärken
· Soziale
Mindestsicherung für jeden Elften in Deutschland im Jahr 2008
· Leerstand
– öffentliche Gebäude
· Sport
und Klimaschutz
· Energieeffizienz
– EU-Förderung
· Weitere
Informationen im Internet
Vorwort
Liebe Genossinnen und Genossen im Bundestagswahlkreis,
auch die ersten drei Monate des neuen Jahres haben gezeigt,
dass wir in Berlin
weiterhin viel Kraft benötigen, um deutlich zu machen, für
wen die schwarz-gelbe
Regierung Politik macht. Auch wenn Union und FDP bis zur
Wahl in Nordrhein-
Westfalen die Katze nicht aus dem Sack lassen werden,
merken die Menschen in diesem
Land, dass sie hinters Licht geführt worden sind.
In Euren Stadt- und Gemeinderäten sowie Kreistagen unseres
Wahlkreises habt Ihr in
den letzten Wochen bei den Haushaltsberatungen selbst die
dramatische Finanzsituation
feststellen können. Von daher besteht beim Bund ein
Handlungsbedarf zur
Verbesserung der kommunalen Finanzen. Steuersenkungen und
Abschaffung der
Gewerbesteuer wie von der Regierungskoalition angedacht,
sind ganz bestimmt der
falsche Weg. Wir fordern dagegen einen Rettungsschirm für
die Kommunen.
Trotz aller Probleme, die die schwarz-gelbe Koalition uns
in Berlin beschert, wünsche
ich Euch und Euren Familien fröhliche und erholsame Ostern!
Mit solidarischen Grüßen verbleibe ich
Euer
Holger Ortel
Kommunen stärken
Die Haushaltslage der Städte und Kommunen in Deutschland
ist katastrophal. Die
krisenbedingt steigenden Sozialausgaben und die
eingebrochenen Gewerbesteuereinnahmen
gefährden die Handlungsfähigkeit der Kommunen. Anstatt eine
finanzielle Perspektive zu
schaffen, treibt Schwarz-Gelb die Kommunen durch
Steuerprivilegien und Klientengeschenke
für einzelne Gruppen in den Ruin.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat deshalb am 26. März einen
Antrag „Rettungsschirm für
Kommunen – Strategien für handlungsfähige Städte, Gemeinden
und Landkreise“ in den
Bundestag eingebracht. Parallel dazu hat der Deutsche
Bundestag am 26. März abschließend
unseren Gesetzentwurf zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes
beraten. Darin fordern wir,
dass die unsinnige Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf
Hotelübernachtungen von 19 auf
7 Prozent rückgängig gemacht wird. Die Regierungskoalition
hat wie erwartet, nicht die
Chance genutzt, um zu vernünftiger Politik zurückzukehren
und gegen den Gesetzentwurf
gestimmt.
Soziale Mindestsicherung für jeden Elften
in Deutschland im
Jahre 2008
Das Statistische Bundesamt informiert, dass Ende 2008 in
Deutschland 7,6 Millionen
Menschen Transferleistungen der sozialen
Mindestsicherungssysteme erhielten. Damit waren
rund 9,3 % der in Deutschland lebenden Menschen auf
Existenz sichernde Hilfen des Staates
angewiesen. Insgesamt wurden 2008 für diese Leistungen 40,5
Milliarden Euro ausgegeben,
das waren 2,6 % weniger als im Jahr davor.
Der mit Abstand größte Teil der Ausgaben entfiel nach den
Angaben der Bundesagentur für
Arbeit und der Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
auf das Arbeitslosengeld II und
das Sozialgeld. Darauf waren 2008 insgesamt rund 6,6
Millionen Menschen angewiesen.
Davon waren knapp drei Viertel erwerbsfähig und bezogen
Arbeitslosengeld II, etwas über
ein Viertel war nicht erwerbsfähig und erhielt Sozialgeld.
Für unmittelbare Leistungen zur
Deckung des Lebensunterhalts wurden 2008 rund 34,9
Milliarden Euro ausgegeben. Laufende
Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Rahmen der
Sozialhilfe nach dem SGB
XII „Sozialhilfe“ bezogen 2008 etwa 860.000 Menschen. Insgesamt
wurden für diese
Leistungen rund 4,3 Milliarden Euro brutto ausgegeben.
Leerstand – öffentliche Gebäude
Das saarländische Umweltministerium (Keplerstr. 18, 66117
Saarbrücken) hat einen
Leitfaden „Ideen & Perspektiven für leer stehende
öffentliche Gebäude“ veröffentlicht. Er
bietet auf 52 Seiten eine zusammenfassende Darstellung über
die Möglichkeiten, mit
Leerstand von öffentlichen Gebäuden umzugehen. Er stellt
positive Praxisbeispiele vor und
gibt einen Überblick über Vorgehensweisen bei Umnutzung,
Modernisierung oder
Wiedernutzung, sowie Empfehlungen und Ratschläge mit
gelungenen Best-Practice-
Beispielen (7 Bahnhöfe, 7 Kirchengebäude, 4 Schulgebäude, 3
Schwimmbäder, 3
Verwaltungsgebäude und 7 sonstige Gebäude) aus dem Saarland
und anderen Bundesländern.
Der Leitfaden leistet damit einen Beitrag zu einer
nachhaltigen und zielgerichteten
Flächenpolitik, besonders im ländlichen Bereich. Er bietet
u. a. Kommunen und damit ggf.
auch SPD-Fraktionen sowie interessierten Investoren und
Bauherren Information, Anregung
und Entscheidungshilfe.
Sport und Klimaschutz
Beispielhaft ist ein vom Bayerischen Landes-Sportverband
e.V. (Georg-Brauchle-Ring 93,
80992 München) seinen 11.947 Sportvereinen angebotenes kostenloses
Klima-Check-
Verfahren zur energetischen Sanierung ihrer vereinseigenen
Sportstätten und Sportanlagen. In
einer 9-seitigen Kurzinformation werden folgende Fragen
rund um den Klima-Check im
Sportverein beantwortet:
- Was ist der Klima-Check im Sportverein?
- Welchen Nutzen kann der Sportverein aus einer
Klima-Check-Beratung ziehen?
- Weshalb bietet der BLSV einen Klima-Check im Sportverein
an?
- Wie nehme ich am Klima-Check im Sportverein teil?
- Wie läuft ein Klima-Check im Sportverein ab?
- Wie lauten die Erfassungs- und Auswertungsschwerpunkte
des Klima-Checks?
- Und was kostet eine Klima-Check-Beratung?
Die Kurzinformation kann unter www.blsv.de oder direkt
beim Bayrischen Landes-
Sportverband angefordert werden
Energieeffizienz – EU-Förderung
Es gibt ein europäisches Programm (ELENA), aus dem
Kommunale Machbarkeitsstudien zur
Energieeffizienz gefördert werden. Finanziert wird damit
ein Teil der Kosten, die notwendig
sind, um ein Investitionsprogramm vorzubereiten,
durchzuführen und zu finanzieren. Das
betrifft z.B. Machbarkeits- und Marktstudien, die
Strukturierung von Programmen,
Geschäftspläne, Energieprüfungen, die die Vorbereitung von
Vergabeverfahren – kurz, alles
was notwendig ist , damit nachhaltige Energieprojekte der
Kommunen eine Finanzierung aus
EIB-Mitteln erhalten können. Weitergehende Informationen
insbesondere auch zur
Beantragung entsprechender Mittel unter:
http://www.eib.org/products/technical_assistance/elena/index.htm?lang=de.
Weitere Informationen im Internet
SPD-Bundestagsabgeordneter Holger Ortel
www.holger-ortel.de
SPD-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen
www.spd-landesgruppe-niedersachsen.de
SPD-Bundestagsfraktion
www.spdfraktion.de
SPD-Niedersachsen
www.spdnds.de
SPD-Parteivorstand
www.spd.de
SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
www.spd-landtag-nds.de/web/content.jsp
Deutscher Bundestag
www.bundestag.de/
Bundesregierung
www.bundesregierung.de
SPD-Videos
http://de.youtube.com/spdvision